Wie Du es schaffen kannst, Vorhaben in die Tat umzusetzen

 

Um wie viele Kilo wärst Du schon leichter, wenn Du vor einem Jahr Deine Ernährung umgestellt hättest?

Wie fit wärst Du jetzt, wenn Du im Januar angefangen hättest, regelmäßig zu trainieren?

Wie viel Geld hättest Du bis heute schon gespart, wenn Du vor drei Monaten das Rauchen aufgegeben hättest?

So viele Menschen verbringen ihre Zeit damit, über ihre Ziele nachzudenken. Wie schön es wäre, zehn Kilo abzunehmen. Was für ein Gefühl es wäre, fit und beweglich zu sein. Was alles einfacher wäre ohne diese verflixte Sucht nach Zigaretten. Leider sind die Chancen, das ersehnte Ziel durch Denken zu erreichen, eher gering. Sinnvoller ist es, ins Handeln zu kommen. Was hält Dich davon ab, anzufangen? “Es” einfach zu tun? Was hindert Dich daran, den ersten Schritt zu machen? Womöglich weißt Du gar nicht, wie der überhaupt aussehen könnte? Gucken wir uns das doch mal genauer an:

Die Elefanten-Frage

Vielleicht kennst Du die Frage: “Wie verspeist man einen Elefanten?” Falls nicht, halte ruhig einen Augenblick inne und beobachte, was Dir spontan für Antworten dazu einfallen. Meistens gehen die in die Richtung: “Uff, das geht doch gar nicht! Viel zu groß!” Und genau so geht es uns mit vielen Dingen, die wir schon lange mal tun wollten. Sie erscheinen uns riesig, kaum zu bewältigen in ihrer schieren Größe.

Dabei ist die Antwort auf die Elefanten-Frage ebenso einfach wie logisch: “Bissen für Bissen.” Eigentlich naheliegend, und doch fällt sie uns meistens nicht ein. Vielleicht, weil uns die Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben, durch ihre Ausmaße stresst. Und Stress schaltet den Verstand ab. Wenn Du dann Dein Vorhaben “erstmal” verschiebst, sorgst Du damit für Entspannung.

Entspannung oder Stress?

Allerdings nur vordergründig. Ich bin sehr dafür, dass Menschen sich entspannen können und unterstütze das gerne. Das Aufschieben Deiner Pläne halte ich trotzdem für keine gute Idee. Denn diese Pläne sind ja nicht umsonst in Deinen Gedanken aufgetaucht. Du wolltest dadurch Deine Gesundheit fördern, Dein Portemonnaie entlasten, Dein Selbstwertgefühl verändern, was auch immer. Auf jeden Fall war das darunterliegende Bedürfnis höchstwahrscheinlich, Dich besser zu fühlen.

Was geschieht aber, wenn Du Deine Vorhaben immer und immer wieder aufschiebst? Du ahnst es vielleicht: Es entsteht Stress. Natürlich nicht so extrem wie wenn Dir am 24.12. einfällt, dass Du noch für sieben Menschen Weihnachtsgeschenke besorgen wolltest  😉  Aber so ein ständiges kleines Rumoren im Hintergrund ist auch nicht gesund. Die negativen Auswirkungen von Dauerstress sind hinlänglich bekannt.

Was kannst Du tun?

Sieh Dir Dein Vorhaben genau an: Was möchtest Du tun / haben / erreichen? Wie möchtest Du das erreichen? Und warum möchtest Du das eigentlich überhaupt (das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage)? Beantworte alle Fragen so genau wie möglich (schriftlich ist immer eine gute Idee). Und dann überlege Dir, was Dein erster Schritt sein könnte, um Dein Vorhaben umzusetzen. Gestalte ihn so klein, dass er Dir ganz leicht vorkommt. Also vielleicht einen zuckerfreien Tag pro Woche einlegen, täglich drei Liegestütze machen oder die erste Zigarette des Tages eine Stunde später als üblich rauchen. Wahrscheinlich fallen Dir auch schon die Schritte zwei und drei ein, dann schreibe sie gerne auf. Wichtig ist aber, dass Du die Schritte nicht nur aufschreibst, sondern auch umsetzt.

Es ist immer ein Prozess

Am Anfang eines Vorhabens haben wir das Ziel vor Augen. Es erscheint uns so verlockend, dass wir sofort dort sein möchten. Der Unterschied zwischen Hier und Dort ist aber meistens so groß, dass es ein riesiger Sprung wäre, der in einem Stück kaum zu schaffen ist. Viele geben auf, wenn sie das feststellen. Dabei ist es durchaus möglich, entspannt Ziele zu erreichen.

Beantworte für Dich die Fragen:

  • Wie weit wärest Du in einem Jahr, wenn Du jetzt gleich anfangen würdest, Dich in Mini-Schritten auf Dein Ziel zuzubewegen?
  • Wie würdest Du Dich dann fühlen?
  • Wäre in einem Jahr auch etwas anders, wenn Du jetzt nichts ändern würdest?
  • Was wäre das und wie fühlt sich diese Vorstellung für Dich an?
  • Welche Version ist für Dich reizvoller?

Es nützt nichts: Wenn Du Dein Ziel erreichen möchtest, musst Du Dich auf den Weg machen. Der kann steil sein, steinig, verschlungen, schmal und einsam. Aber vielleicht ist er ja auch leicht, eben, schön und Du triffst dort auf nette Begleitung? Fang an zu gehen, dann erfährst Du es. Mach kleine Schritte, einen nach dem anderen. Manchmal nur winzige Babyschritte. Aber fang an. Und würdige jeden noch so kleinen Erfolg, den Du erzielst: jedes Gramm, das Du verabschiedet, jede Bewegungseinheit, die Du absolviert und jede Extra-Minute, die Du rauchfrei geschafft hast! Gewöhne Dir an, auf das Positive zu achten, denn so gewinnt es mehr und mehr Raum in Deinem Bewusstsein.

Entscheide Dich!

Wenn Dir einfach keine Schritte einfallen wollen oder Du Dich nicht überwinden kannst, anzufangen, kann es sein, dass Du in Wirklichkeit etwas ganz anderes möchtest. Dann entscheide Dich bewusst dafür, Dein Ziel aufzugeben. Das ist auch in Ordnung. Spüre, wie diese Entscheidung sich für Dich anfühlt. Bist Du erleichtert? Dann erlaube Dir, das Thema abzuhaken. Es bindet dann keine Energie mehr, weil Du Dich ständig gedanklich damit beschäftigst und Dich womöglich noch selbst abwertest, weil Du nicht weiterkommst. Das ist völlig unnötig, denn wer sollte in Deinem Leben die Entscheidungen treffen, wenn nicht Du? Auch das ist Freiheit und die Übernahme von Verantwortung für Dich selbst.

Wünschst Du Dir Unterstützung beim Treffen der Entscheidung? Oder möchtst Du den Stress einer (noch) nicht getroffenen Entscheidung abbauen? Dann überlege doch mal, ob ich vielleicht die richtige Ansprechpartnerin für Dich wäre. Falls es so ist: Ich bin nur einen Anruf oder ein paar Tastenklicks entfernt  🙂